Bude Weihnachtsmarkt

Auf dem Markt

Für viele Handarbeitsfrauen geht es nun wieder los: Die Zeit der Märkte.
Ist der Sommer im Bereich Wolle und Selbstgestricktem eher eine schwache Zeit, so ist gerade jetzt der Herbst bis hin zu den vielen kleinen und großen Weihnachtsmärkten eine gute Gelegenheit, entweder sein Wollgeschäft zu präsentieren oder Selbstgenadeltes an frierende oder geschenke-suchende Marktbesucher zu verkaufen.

Für diejenigen meiner Leser, die in diesem Bereich neu oder unsicher sind, habe ich mal hier einige Tipps und auch eine Checkliste mit Dingen, die man auf jeden Fall dabei haben sollte, zusammengestellt.
Gerne dürfen diese Tipps kommentiert oder die Listen ergänzt werden!

Meine Top 10 Tipps:

  1. Schau dir zuerst einmal als Besucher den Markt an! (Ich bin mir durchaus bewusst, dass sich dann deine Aktivität auf dem Markt um 1 Jahr verzögern kann.) Was herrscht für eine Atmosphäre? Ist der Markt drinnen oder draußen? Welches Publikum besucht diesen Markt? Und dann entscheidet, ist dieser spezielle Markt auch etwas für euch. Einen Markt zu bestücken kostet einiges an extra Arbeits- und finanziellem Aufwand – dieser Aufwand sollte nicht verpuffen.
  2. Welchen besonderen Aufwand muss ich betreiben, um dort meine Produkte zu präsentieren? Werden Buden oder Tische zur Verfügung gestellt? (Dann brauche ich im Prinzip nur meine Ware mitzunehmen) Ist der Markt draußen und ich habe keine „Bude“, ist mein Aufwand mit Klapp- oder Tapeziertischen, Zelt, Verankerungen für das Zelt, Regen- und Wetterschutz schon bedeutend höher.
  3. Ganz wichtig: Habe ich Strom? – und was kostet mich das evtl. extra? (Warum Strom, darauf komme ich später noch zu sprechen.)
  4. Bei mehrtätigen Märkten: Wie und wo bringe ich meine Ware über Nacht sicher unter?
  5. Ein wenig „spitzen“: Sind andere Marktbestücker da, die das gleiche oder ähnliches wie ich anbieten?
    Wie kann ich mich von denen abgrenzen? (Damit meine ich nicht, dass ich diese mit bösen Blicken bedenke, sondern, dass ich mir überlege, meine Ware eben anders als diese zu präsentieren oder andere Schwerpunkte zu setzen.)
  6. Konkurrenzdenken aufgeben! Nicht neidisch oder mißtrauisch beäugend auf meine Mitbewerber schauen (bringt sowieso nichts!), sondern mit ihnen auch mal freundlich ins Gespräch kommen. Immerhin sitzen alle irgendwie im selben Boot und man kann sich über Erfahrungen und andere Märkte austauschen. Im Zweifelsfall kann ich so oder so nur dazulernen.
  7. Die Ware in „3-D“ ausstellen, soll heißen, wenn ihr z.B. selbstgestrickte Mützen verkauft, die nicht einfach flach auf den Tisch legen. Kauft euch ein paar Styroporköpfe, die sind gar nicht mal so teuer- und zieht diesen eure Werke an. Das wirkt gleich ganz anders. Nutzt die Möglichkeit euch in allen Dimensionen zu präsentieren.
  8. Beleuchtung!  Damit kommen wir wieder auf den Stromanschluss zurück. Selbst wenn ihr bei schönem Wetter draußen oder in einem als Ganzes beleuchtetem Gebäude ausstellt, trotzdem die Ware ins rechte Licht rücken! Das schafft zum einen Aufmerksamkeit zum anderen kann der Kunde die Ware mit ihren Farben besser sehen. Der kennt sie ja noch nicht – ihr schon.
    Ein Beispiel: Ich habe auf einem Wochenmarkt bei herrlichstem Sonnenschein schon einen Stand gesehen, dessen Ware (auch Wolle und Selbstgestricktes) kaum bzw. gar nicht zur Geltung kam, weil alles unter dem Verkaufszelt im Schatten lag. Der Kunde schaut dann im Vorbeigehen vom Hellen ins Dunkle und das mag Kunde scheinbar gar nicht. Der Stand hatte im Gegensatz zu den anderen Ständen dort entsprechend auffallend wenig Zulauf.
  9. Immer freundlich bleiben! (es sei denn dein Stand brennt ab oder ähnliches) Auch wenn vielleicht nicht der Wunschstandort möglich war, das Geschäft an dem Tag überhaupt nicht läuft … oder oder oder. Jeder Kunde hat es verdient, dass man ihn freundlich behandelt, so wie man selber als Kunde auch gerne behandelt werden möchte.
  10. Noch ganz wichtig: Die Familie -sofern vorhanden- organisieren. Besonders kleinere Kinder sollten nicht die ganze Zeit mit am Stand verbringen müssen. Unweigerlich wird dann mit der Kasse gespielt, oder sich auch mal woanders, d.h. außerhalb von Sicht- und Eingriffsweite, umgeschaut und ist man dann allein, gestaltet sich die „Suchaktion“ schon schwieriger. Daher die Kinder für diese Zeit zum Wohle aller bei einer Aufsichtsperson bzw. Freunden unterbringen. Mitgebrachte Männer können zwar auch manchmal ein wenig nörgelig werden, wissen sich aber in aller Regel ganz gut selbst zu beschäftigen. 🙂

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